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Die Zukunft hat längst begonnen
Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga

Die Zukunft hat längst begonnen

Der Einfluss der beiden professionellen Jugendligen JBBL und vor allem NBBL auf den deutschen Basketball wird immer deutlicher sichtbar. Nachdem schon fast alle Nationalspieler, die bei der jüngsten Europameisterschaft zum Kader der deutschen Auswahl zählten, eine NBBL-Vergangenheit haben (lest hier den entsprechenden Artikel), schicken sich nun schon aktuelle NBBL-Akteure an, in der easyCredit BBL ihre ersten Fußabdrücke zu hinterlassen.

Beispielsweise Bjarne Kraushaar. Der Point Guard der ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers hatte in den vergangenen Wochen fest keine Zeit, sein U19-Team in der Hauptrundengruppe 2 zu unterstützen, weil er zusätzlich im ProB-Team der Depant GIESSEN 46ers Rackelos und sogar im Kader von Erstligist Gießen gebraucht wurde. Das BBL-Team von Headcoach Ingo Freyer hatte diverse verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen, was Kraushaar die Chance eröffnete, sich auf Erstliga-Niveau zu beweisen. Und das tat er überraschend gut: In sechs BBL-Partien kam der 18-Jährige zum Einsatz, durchschnittlich stand er dabei knapp acht Minuten auf dem Parkett. Die nutzte er 2,3 PpS, 1,3 RpS und 1,3 ApS. Leistungsträger ist Kraushaar im ProB-Team der Gießener Rackelos, wo er über 30 Minuten pro Spiel auf dem Feld steht (9,8 PpS, 3,0 RpS, 2,9 ApS). Erst drei Partien absolvierte der 1,91 Meter große Spielmacher dagegen erst für das Gießener NBBL-Team, wo er dominiert – wie etwa im Derby gegen Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS, wo er in 38 Minuten auf 29 Punkte, fünf Rebounds und neun Assists kam.

 

18-jährige „Rakete“ in Europas Fokus

Apropos dominieren: Das gilt auch für Christian Kullamäe, der in der NBBL für die OETTINGER Rockets Gotha und in der BBL für Oettinger Rockets aufläuft. Der Sohn von Ex-BBL-Spieler Gert Kullamäe (Bamberg) ist estischer Junioren-Nationalspieler und gilt als eins der größten Talente in ganz Europa. In der NBBL hält der 18-Jährige mit 45 Punkten, erzielt im November im Spiel gegen Würzburg, den aktuellen Punkterekord der Liga. Wie Kraushaar profitierte auch Kullamäe vom Verletzungspech vieler Akteure aus dem Erstliga-Kader, denn dass der Guard schon jetzt über elf Minuten pro BBL-Partie (fünf Spiele) auf dem Parkett stand, war in dieser Saison noch nicht geplant. Doch trotz der Tatsache, dass dem Youngster für das Seniorenlevel vor allem noch die notwendige Athletik fehlt, weiß sich Kullamäe auch schon in der 1. Liga durchzusetzen (3,2 PpS, 40 % Dreierquote, 0,4 TpS).

 

 ALBAs jüngster BBL-Spieler aller Zeiten

Einen ganz besonderen Titel trägt seit dieser Saison Hendrik Drescher. Der 17-Jährige ist der jüngste Spieler, den ALBA BERLIN bislang in der 1. Liga einsetzte. Anfang Oktober kam der Big Man im Schlussviertel gegen Tübingen ins Spiel, nahm couragiert den ersten Dreier – und traf! „Hendrik ist ein Symbol“, sagte ALBA-Manager Marco Baldi kürzlich der „Berliner Morgenpost“. „Ich hoffe, dass in diesem Jahr sichtbar wird, wofür wir in der Vergangenheit die Weichen gestellt haben.“ Seit vielen Jahren investieren die Berliner jede Menge Energie und Geld in die Nachwuchsarbeit – sollte Drescher mittelfristig der Sprung in die Rotation des BBL-Teams gelingen, wäre dies ein großer Erfolg für das Jugendprogramm von ALBA. In der U19-Liga ist der Center mit seinen 2,04 Metern und 112 Kilogramm schon jetzt eine Macht. 15 Punkte und neun Rebounds legt Drescher im Schnitt in der NBBL auf, und sein ALBA-Team gilt als heißer Anwärter auf eine Teilnahme am TOP4.

 

Ulms Rohdiamant

Einer von vielen Rohdiamanten im Talentschuppen von ratiopharm ulm ist Nicolas Bretzel (hier geht es zu seiner Personality-Story in Ulms Magazin „Orange Zone“). Am 10. Dezember gab der 18-Jährige sein BBL-Debüt, im Spiel gegen die GIESSEN 46ers spielte er knapp fünf Minuten und erzielte auf Anhieb sechs Punkte (100 Prozent Trefferquote). Für das U19-Team der Ulmer kommt der Big Man (2,06 Meter, 106 Kilo) im Schnitt fast auf ein Double-Double (16,2 PpS, 8,8 RpS). Und auch für die OrangeAcademy in der ProA läuft der Youngster auf: In durchschnittlich 13 Minuten erzielt Bretzel 5,4 PpS und 2,9 RpS.

 

Doppelte Schwaben-Power

Gleich zwei Nachwuchs-Pfeile im Köcher haben die MHP RIESEN Ludwigsburg. Mit Mateo Seric und Quirin Emanga durften zwei NBBL-Youngster in dieser Saison schon Profi-Luft schnuppern: Emanga in einer BBL-Partie, Seric in drei. Für die Porsche BBA Ludwigsburg bilden sie das Power-Duo im NBBL-Team: Seric ist hier mit 15,8 PpS der Topscorer plus 7,9 RpS), Emanga kommt auf 10,1 PpS (4,9 RpS).

 

Youngsters unter Routiniers

Jugendlichen Elan ins Veteranen-Team von Science City Jena (Durchschnittsalter 27,6 Jahre) bringt Moritz Schneider hinein: Der 18-jährige Point Guard durfte gegen Gießen und die Oettinger Rockets für Jena aufs BBL-Parkett (2,08 MpS), nahm aber (noch) keinen Wurf. Ganz im Gegenteil dazu in der NBBL, wo er für Science City in 23,2 MpS den Allrounder gibt: 4,2 PpS, 3,9 RpS, 4,3 ApS, 1,6 SpS.

 

 

Bonga: Schon im Konzert der Großen dabei

Einer, der – obwohl er noch ein NBBL-Jahrgang ist – längst bei den „Großen“ mitmischt, ist Isaac Bonga: Das Mega-Talent der FRAPORT SKYLINERS gehört in dieser Saison zur festen Rotation der Hessen in der easyCredit BBL. In 13 Spielen stand der 2,03 Meter große Spielmacher im Schnitt satte 23 Minuten auf dem Feld: 6,6 PpS (39 % Dreierquote, 35/37 Freiwürfe), 3,4 RpS und 2,3 ApS weist die Statistik hier für den 18-Jährigen aus. Weil die Hessen Bonga primär in der BBL in die Pflicht nehmen wollen, ist der Youngster für die NBBL (noch) nicht gemeldet und absolvierte im Frankfurter ProB-Farmteam erst fünf Spiele (26,2 MpS, 12,4 PpS, 4,6 RpS, 3,4 ApS). Vorläufiger Höhepunkt in der – an Highlights nicht armen – Karriere Bongas war seine Nominierung für die A-Nationalmannschaft im November. Lob für den Auftritt des Youngsters im Kreise der Auswahl kam unter anderem vom langjährigen Nationalspieler Bastian Doreth: „Wenn im Training ein junger Kerl wie Isaac mit seinen zwei Metern vor dir steht und du das Feld nicht mehr siehst, weißt Du, dass es in Deutschland keinen Mangel an vielversprechenden Point Guards gibt. Ich finde es phänomenal, auf welch hohem Niveau unsere jungen Spieler schon agieren und freue mich darüber“, sagt der Spielmacher von medi bayreuth in der kommende Januar-Ausgabe des Basketball-Fachmagazins BIG über einen seiner potenziellen Nachfolger als Point Guard in der A1-Auswahl.

 

 

PM: NBBL gGmbH – JF

28.12.2017|