Bamberg: Der letzte Wurf

Auswärts sollte die zweite Playoff-Serie für die Regnitztal Baskets beginnen und von Anfang an fand sich die Bamberger U16-Mannschaft in einem temporeichen Spiel wieder. So war es der Blitzstart der Tübinger Hausherren, die dazu führte, dass man im ersten Viertel auf nur neun Punkte kam und erst im zweiten Spielabschnitt in die Partie fand. Nun zeigten sich Nieslon, Ulshöfer und Co. wacher und hatten immer öfter auf die starke Verteidigung der Young Tigers die passende Antwort. Zur Pause hatte man den Rückstand auf -12 Punkte verringert.

Die nachfolgende Kabinenansprache verfehlte ihre Wirkung schließlich nicht, denn durch einen sehr gut herausgespielten 13:0-Lauf gelang es den Brose Bamberg Youngsters erstmalig, in Führung zu gehen. Fortan entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe in Tübingen, welches an beiden Seiten des Feldes alles von den Jugend Basketball Bundesligateams abverlangte. Es sollte also auf die letzten Minuten ankommen, in denen sowohl Bamberg als auch die Hausherren ihr Bestes gaben, um die erste so entscheidende Partie für sich zu gewinnen. Mit ablaufender Uhr kristallisierte sich heraus, dass es auf den letzten Wurf ankommen würde, der beim 60:60 fällig wurde. Dieser war den Young Tigers vorbehalten, der sein Ziel nicht verfehlte. Durch die 60:63-Niederlage aus Bamberger Sicht startet der oberfränkische Nachwuchs mit einem 0:1-Rückstand in die diesjährigen Playoffs.

Bamberg vs. Tübingen: In Spiel 2 standen die Zeichen zunächst auf Sieg für die Regnitztal Baskets gegen die Young Tigers Tübingen. Zwar fanden beide Mannschaften nicht sofort in die Partie, doch Regnitztal konnte das Spiel von Beginn an auf Augenhöhe gestalten. Nach 10 gespielten Minuten hatten sich Brevet und Co. einen Sieben-Punkte-Vorsprung erspielt, der auch im zweiten Abschnitt Bestand haben sollte. Der Ball lief gut und die Regnitztal Baskets zeigten tollen Teambasketball in der gut gefüllten Hauptsmoorhalle. In die Kabine gingen die Kositz/Hwastunow-Schützlinge mit einem 38:27 auf dem Tableau und sollten auch nach dem Seitenwechsel zunächst die Oberhand behalten. Angeführt von Kay Bruhnke, der am Ende Topscorer seiner Farben wurde, schafften es die Brose Bamberg Youngsters, den Vorsprung zu wahren (52:42 nach 30 Minuten). Doch mit fortschreitender Uhr schien es, als verloren die Brose-Nachwuchsspieler den Faden, sodass Tübingen Stück für Stück in Schlagdistanz kam. Egalisiert wurde der Vorsprung der Bamberger nach rund 33 Minuten, als die Youngsters sich von einem Tübinger Lauf überrollen ließen und nachfolgend auch nicht mehr wirklich in die Partie fanden. Die JBBL-Jungs versuchten ihr Bestes, sich unter beiden Körben durchzusetzen. Erst, als nur noch eine Minute auf der Spieluhr stand, waren sie wieder an ihre Gäste herangekommen – es sollte schließlich auf den letzten Wurf ankommen. Dieser war Kay Bruhnke vorbehalten, doch der Ball drehte sich wieder aus dem Korb. Damit mussten sich die Regnitztal Baskets denkbar knapp mit 64:67 den Young Tigers Tübingen geschlagen geben und sind damit aus den diesjährigen Playoffs ausgeschieden.

Nichts desto trotz können die Bamberger Spieler auf eine tolle Saison in der Jugend Basketball Bundesliga zurückblicken. Head Coach Kevin Kositz: „Nach dem Ende der Saison für die JBBL möchte ich mich bei allen Beteiligten und Unterstützern für die geleistete Arbeit und das riesige Engagement bedanken. Wir haben alle eine tolle Reise erlebt und stehen eigentlich immer noch an deren Anfang. Als Wettkämpfer gilt es auch zu lernen mit bitteren Niederlagen umzugehen und neue Stärke und Motivation aus diesen zu ziehen.“

Für die Brose Bamberg Youngsters (Regnitztal Baskets) spielten: Bruhnke (22 Punkte/1 „Dreier“), Bergmann (13), Höhmann (10), Brevet (9/1), Nieslon (4), Keßler (3/1), Will (3/1), Nowak, Ulshöfer, Guck, Lang, Dull

 

PM: Brose Bamberg Youngsters

02.05.2017|